Donnerstag, 2. Juli 2015

il mio nome è Checchini .. Dario Checchini

Oh Gott, schon wieder einer. Über Dario's Officina della bistecca ist doch schon alles gesagt worden und youtube quillt schon fast über. Ja, aber ich war noch nicht da und geb jetzt auch meinen Senf dazu. Hohe Erwartungen meinerseits aufgrund der Vorschußlorbeeren. 


Ich habe mich eingelesen auf Darios' Webseite und zwei Dinge befolgt. Per Formular auf der Webseite reserviert und hungrig gekommen. Die Reservierung wurde am nächsten Tag per E-Mail bestätigt. Dario, falls du das hier ließt. Bitte bitte ... die Reservierung lässt sich nur mit allergrösster Mühe und mit viel Geschick von einem Handy, im speziellen von einem #iPhone aus erledigen ;-)

Bei Dario kann man nicht einfach kommen wann man will. 13:00 oder 20:00 - nix anderes.


Google zeigt mir den Weg und ich stehe vor einem Verkaufsraum einer toskanischen Metzgerei. Reingehen, an der Theke vorbei, die Treppe hoch und bei gutem Wetter raus auf die Terrasse, die gerade mal so groß ist, dass zwei Reihen Tische Platz haben. Also alle sitzen an einer großen Tafel, eben wie bei la familia.

Rechts neben mir die Familie mit zwei Teennagern aus Australien auf Europareise. Mir gegenüber ein Panzanoaner aus der Nachbarschaft, der nur italienisch spricht und links von mir ein Paar aus der italienischen Schweiz.



Der Wein aus der typischen Korbflasche stand endlos zur Verfügung und alle haben sich sofort unterhalten und kostlich amüsiert. Die Verständigung klappte mit jedem Schluck besser.

Und dann wird nicht gegessen, oder gar gespeißt. Nein, es wird gefeiert und der "Tag des Fleisches" mit lauten Danksagungen, was sage ich, Lobgesängen zelebriert, die Dario einleitet und alle Gäste daraufhin einstimmen. 



Die Schweizerin neben mir ist das südamerikanisch columbianische Temperament pur. Eine Schönheit, wie sie im Buche steht. Ich konnte mir nicht verkneifen ein Selfi von uns beiden an meine Freunde per Whatsapp zu schicken. Im absoluten Kontrast zu dieser sehr attraktiven Frau stand dann Ihre Lust auf Fleisch. So lange sie ihr Messer in ihre Richtung hielt, war alles o.k.
Nach sechs Gängen Fleischeslust ist dann aber auch wirklich Ihr Hunger gestillt gewesen. Und wir reden hier wirklich von sehr sehr sehr viel Fleisch. Nachschub ist schnell mal auf dem Teller, wenn man nicht aufpasst. Ich habe am Schluss geschwächelt, und die Folienkartoffel ausgelassen ;-)
Nicht ausgelassen habe ich die Fagioli, obwohl ich Hülsenfrüchte jeglicher Art hasse. Aber was ich da vor mir hatte war ein unglaublicher Gaumenschmauß. Hatte ich schon erwähnt, daß Miss Swizzera noch eine Schüssel davon nachbestellt hat?


Grappa, Cafe, Kuchen gehen aber immer noch.
Vier Stunden später verlassen auch wir, als die Letzten, den Fleischtempel.

Fazit: Das Gesamtkonzept macht es. Ein gelungener Abend. Ich werde wiederkommen.

Morgen werde ich mir beim Frühstück überlegen, wo es als Nächstes hingeht.
Buona notte.

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